NEU: Wir bieten auch eine Ausbildung zum Steinwerker. Fragen Sie uns.

Die traditionellen Berufe
Steinhauer und Steinmetz
Das Berufsbild:
Jahrhundertealte Bauwerke zeugen noch heute für das kunstvolle Schaffen der früheren Bauleute: Dome, Rathäuser, Patrizierhäuser, Grabmale, Reliefs und Bildwerke aus Stein.
Im gleichen Masse wie in unserer Zeit das Verständnis für die Erhaltung und Pflege dieser Baudenkmäler gewachsen ist, blühen auch die alten Berufe des Steinhauers und des Steinmetzen kräftig auf. Mit Händen, Herz und Verstand restaurieren und bewahren sie die Zeugen der baulichen Stilrichtungen vergangener Epochen. In zunehmendem Masse stellen aber auch neue Bauten hohe Anforderungen an das schöpferische Talent des Steinbearbeitenden. Der harte Granit, der zähe Kalk- oder der geschmeidige Sandstein fordern den Steinhauer oder Steinmetzen heraus, dem toten Material immer neue Variationen der figürlichen Bild- und Formgebung abzuringen.
Immer ist der Stein der Rohstoff, aus dem Steinhauer und Steinmetz ihre Werke gestalten. Riesige Bohrhämmer trennen die rohen Steinblöcke aus dem Fels. Diamantsplitterbesetzte Fräsen erleichtern die weitere Bearbeitung. Dort aber, wo es gilt, einer Fläche Charakter oder einem Bildwerk seine plastische Form zu verleihen, helfen uralte und einfachste Werkzeuge - FäusteI und Meissel - in geschickter Handarbeit das Werk zu vollenden. Gewandtheit, gutes Auffassungsvermögen, Vorstellungskraft, Ausdauer und manuelles Geschick kennzeichnen dabei den tüchtigen Fachmann, der in seinem Beruf hohe Befriedigung findet. Er arbeitet auf dem Werkplatz, am Restaurationsobjekt, in der Bauhütte oder am Bauobjekt im Freien.
Die Ausbildung des Steinhauers beträgt drei Jahre, während denen er das Richten und Behauen von Flächen, von Formen und Profilen an den verschiedenen Steinmaterialien erlernt.
Die Steinmetz-Lehre dauert vier Jahre. Im Rahmen der handwerklichen Ausbildung erlernt er auch das Entwerfen, das Planzeichnen und -lesen sowie das Gestalten von Schriften und Ornamenten.
Für beide Berufe haben die Lehrlinge die Gewerbeschule zu besuchen und treffen sich jährlich an den Einführungskursen in St. Gallen.
Gutbezahlte und aussichtsreiche Stellen warten auf talentierte Steinhauer und Steinmetze. Der Tüchtige wird es zum Vorarbeiter oder Polier bringen, kann sich nach dem Besuch eines Technikums zum technischen Mitarbeiter aufschwingen oder die Meisterprüfung absolvieren und selbst einen Steinmetzbetrieb übernehmen. Die Weiterbildung an Kunstgewerbeschulen und Fachkursen im In- und Ausland dient der Ausbildung zum Bildhauer, freien Plastiker, Gestalter oder Restaurateur.
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